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Posts Tagged ‘Do Khyi Augenerkrankungen’

Do Khyi Augenuntersuchungen, PRA und mehr…

Do Khyi Augenuntersuchung, deutlich sichtbare Linsentrübung

Do Khyi Augenuntersuchung, deutlich sichtbare Linsentrübung

PRA/LL frei. So oder so ähnlich kann man das auch beim Do-Khyi im WWW lesen.

Das Internet ist inzwischen zur wichtigsten Plattform geworden mit welcher Hundezüchter ihre Zucht und ihre Welpen bewerben. Es ist schwieriger geworden das Vorteilhafte in mancher Bewerbung von den anderen *Beweggründen* im Angebot zu trennen!

Do-Khyi - Welpe schweres Ektropium vernäht zur Korrektur

Do-Khyi - Welpe schweres Ektropium vernäht zur Korrektur

Kann jeder Angesprochene, der sich für einen Do-Khyi interessiert, mit diesen Abkürzungen  auch immer etwas anfangen? Kann er PRA und LL, also die vielen Abkürzungen, richtig einordnen?
Frei von Augenerkrankungen – ist verständlicher – und wird auch angeboten. Beides meint definitiv dasselbe!

Nur:  Augenuntersuchung ist nicht gleich Augenuntersuchung!

Es ist keine Geldschneiderei – wie mir das einmal erklärt wurde- eine DOK-Augenuntersuchung für Zuchttiere und andere Tiere beim Do Khyi zu verlangen.

Natürlich kann jeder Tierarzt, der entsprechende medizinische Geräte zur Augenuntersuchung hat und entsprechendes fachliches Wissen, eine Augenuntersuchung vornehmen… und ein Urteil abgeben. Schlimm sollte solches genutzt werden einen untersuchten Hund erst gar nicht mehr bei einer *offiziellen* Augenuntersuchung vorzuführen…

Andererseits sind DOK-Ärzte quasi als Fachärzte auf Augenheilkunde spezialisiert und organisiert. Das bedeutet für alle DOK angeschlossenen Tierärzte unter anderem die ständige und kontinuierliche, kontrollierte Weiterbildung auf diesem Fachgebiet.
Eine permanente Weiterentwicklung in der Diagnose!

Die wirkliche Notwendigkeit eine DOK-Augenuntersuchung bei Do-Khyi – Zuchthunden vorzunehmen liegt aber definitiv in der besonderen Organisation des Systems dieser Augenuntersuchungen!

Die Anmeldung eines Hundes zu einer DOK-Augenuntersuchung, die für die Zucht mit diesen/m Hund/en generell vorgeschrieben sein sollte, bedeutet immer und automatisch die Veröffentlichung des Untersuchungsbefundes! (jedem Züchter zugänglich)

► Egal ob der Befund für Hund und Züchter positiv oder negativ sein sollte.

Ein Züchter, der mit Herz und Verantwortungsgefühl Do-Khyi züchtet, wird sicher keine Probleme mit einer Veröffentlichung seiner Augenuntersuchungsergebnisse haben!

Do-Khyi Mittelschweres Ektropium operativ nicht korrigiert

Do-Khyi Mittelschweres Ektropium operativ nicht korrigiert

Die Praxis der Veröffentlichung dient allein dem Erkennen und der Eindämmung, sowie dem Verhindern einer weiteren Ausbreitung, von weiteren Augenerkrankungen in der Zucht
Die Zucht mit erkrankten Tieren wird unterbunden. Der jeweilige Züchter kann sich bemühen die wahrscheinlich verdeckte/unerkannte Weitergabe, einer in der Rasse festgestellten Erkrankung, durch eine genaue Auslese seiner Zuchttiere einzudämmen.

Zuchttiere, welche die Erkrankung weiter geben in der Zucht, werden bekannt.

Wirklich nur Geldschneiderei?
Eine normale Augenuntersuchung, ohne Meldung,  dient lediglich dem jeweiligen Auftraggeber. Nachdem ein Ergebnis – auch wenn es eine Augenerkrankung ergeben sollte – nicht bekannt wird, könnten Erkrankungsfälle eventuell inoffiziell und damit für die weitere Zucht der Rasse unerkannt bleiben.

Ein solches System ist nicht geeignet, für die gesamte Rasse und alle Rassevertreter, zur Reduzierung von wahrscheinlich erblichen Augenerkrankungen zu führen.
Zuchten in einer Rasse welche den Weg von öffentlichen DOK-Augenuntersuchungen nicht vornehmen lassen sind damit einer übergeordneten Einsichtnahme und Kontrolle und dem Einblick anderer Züchter, welche für ihre Zucht Kenntnisse benötigen um Erkrankungen zu vermeiden, entzogen.

Andererseits:  – Dürfen bei der Zucht von hochpreislichen Rassehunden, wie dem Do-Khyi, ein paar 10 Euro-Scheine mehr, als etwas höhere Kosten für einen Züchter eine Rolle spielen? Ein an einem Welpen Interessierter sollte Vorsorge ohne Rücksicht auf solche geringen Kostenunterschiede erwarten dürfen!

Leider ist das aber nicht überall eine Voraussetzung. Auch nicht in Deutschland. Die Untersuchungsbefunde sollten Ihnen also, zur Einsichtnahme und Kontrolle, vor einem Welpenkauf vorliegen!

Die DOK-Augenuntersuchungsbefunde für die beiden Eltertiere sollten Ihnen von einem Züchter offen, automatisch und stolz präsentiert werden. Jedenfalls sollten diese generell verlangt werden, zur Vorlage und Einsichtnahme!
Achten Sie auf das Ausfertigungsdatum!

Die Untersuchung der Augen auf Anomalien und Erkrankungen die wahrscheinlich erblich weitergegeben werden können, sollte niemals länger als 6 Monate vor einem Zuchteinsatz zurück liegen!

Do-Khyi ein Entropium operativ nicht korrigiert...

Do-Khyi ein Entropium operativ nicht korrigiert...

Auch wenn ein Elternteil, wie beim Do-Khyi häufig; im Ausland leben sollte ist das kein Grund Ihnen den Augenuntersuchungsbefund dieses Zuchthundes nicht vorlegen zu können!
Im deutschsprachigen Raum sind Augenuntersuchungen nach DOK-System meist auch für ausländische Zuchtpartner bei vielen Hunderassen sinnvoll vorgeschrieben.

Ein Risiko ergibt sich bei Do-Khyi – Welpen, welche Sie aus dem Ausland kaufen können, bei deren Zucht Augenuntersuchungen nach dem jeweiligen System nicht vorgeschrieben sein müssen. Dennoch kann, sollte und müsste auch dieser Do-Khyi Züchter in der Lage sein einen entsprechenden Befund einer nach DOK durchgeführten Augenuntersuchung für den gezüchteten Wurf vorzulegen.

Alles andere wäre ein Risiko bei einem doch hochpreislichen Do-Khyi – Welpen. Sie sollten sich nach einem für Sie treffenderen Züchter umsehen welcher die Eindämmung von Augenerkrankungen in der Zucht der Rasse ernst – und ein paar Euro mehr an Kosten weniger ernst – nimmt!

Was aber ist denn PRA und LL? Was bedeuten die Abkürzungen und wie kann man die Untersuchungsbefunde der beiden Elterntiere lesen?

Die Augenuntersuchung erfasst die Überprüfung auf wahrscheinlich erbliche Augenkrankheiten:

Membrana Pupilla Persistenz  (MPP)

Persistierende hyperpl. Tunica vasculosa lentis/ primärer Glaskörper (PHTVL/PHPV)

Kararakt (kongenital)

Retinadysplasie (RD)

— Hypoplasie/Mikropapille

— Collie Augenanomalie (CEA)

— Entropium/ Trichiasis

— Ektropium/ Makroblepharon

— Distichiasis/ ektopische Zilien

— Komeadystrophie

— Katarakt (nicht-kongenital)

— Linsenluxation (primär) (LL)

— Retinadegeneration (PRA)

►► (Abkürzungen in Klammern) Die jeweilige Erklärung finden Sie im Link.

► Beim Do-Khyi bisher bekannt geworden sind: Membrana Pupilla Persistenz (MPP), Katarakt (kongenital), Entropium, Ektropium, Distichiasis und die Retinadegeneration (PRA).

Die weiteren Erkrankungen werden automatisch bei DOK- Untersuchungen, ebenfalls auch beim Do-Khyi, mit untersucht und auf diese Weise können neu entstehende Augenerkrankungen in einer Rasse sofort erkannt werden!

Es können beim Do-Khyi bisher nur die jeweiligen Tiere darauf untersucht werden ob diese an einer der bekannten Augenerkrankungen erkrankt sind oder nicht. Damit weiß man aber nicht ob diese Erkrankungen nicht eventuell erblich sind, also verdeckt und unerkannt von einem oder beiden Elternteilen weiter gegeben werden an die Nachkommen, obwohl die Eltern klinisch keine Erkrankung bei der Augenuntersuchung zeigen.

Eine 100% Vorsorge, vor Ausbreitung und Zunahme von wahrscheinlich erblichen Augenerkrankungen in Hunderassen, ist nur durch die Entwicklung von genetischen Tests auf die jeweilige Erkrankung in einer Rasse zu erreichen.
Für einige Hunderassen wurden auch zur Vorsorge, für bekannte Augenerkrankungen wie zum Beispiel PRA, bereits zur vorbeugenden Zuchtauslese funktionierende Gentests entwickelt.

Solange dieser Fortschritt für den Do-Khyi fehlt, bleibt nur eine offene Berichterstattung über vorkommende Augenerkrankungen bei allen untersuchten Hunden, ein offenes Zeigen der Karten durch einheitliche DOK Untersuchungen.

Um eventuelle Erkrankungen der Nachkommen ausschließen zu können bleibt dem Züchter momentan nur der Ausschluss eines erkrankten Tieres aus der Zucht. Schlimm wenn bei unterschiedlichen Handhabungen dann Erkrankungen erst gar nicht bekannt werden könnten oder bekannt geworden sind!

Einige Augenerkrankungen zeigen sich, je nach Rasse, erst ab einem gewissen Alter und sind erst dann bei einer Vorsorgeuntersuchung festzustellen…
So zum Beispiel die PRA beim Do-Khyi welche erst frühestens. ab dem Beginn des 3.Lebensjahres zweifelsfrei festzustellen ist.

Achten Sie also auch auf das Zuchtalter der Elterntiere im Bezug auf diese Kenntnis!

Es gibt eine Zunahme von Augenerkrankungen bei einer Vielzahl von Hunderassen. Hier liegt der Verdacht nahe, dass wahrscheinlich erbliche Vorgänge die Ursache sein können. Bereits erfolgreich durchführbare Gentests für einige Hunderassen auf den Ausschluss von bekannten Augenerkrankungen stützen diese Annahmen.
Nach heutigen Kenntnissen sind Augenerkrankungen beim Hund nur ein kleiner Teil von vielen, wahrscheinlich erblich bedingter Erkrankungen, beim Hund!

Do-Khyi - Welpe ein Ektropium mittlerer Schwere nicht operiert

Do-Khyi - Welpe ein Ektropium mittlerer Schwere nicht operiert

Zuchthunde sollten stets frei sein von Augenerkrankungen, vor deren Einsatz in der Zucht als Hundeeltern, auf dem Befundbogen der DOK – Augenuntersuchung der Ihnen vorgelegt wird!

Ein Do Khyi- Welpe Deutlich sichtbare Linsentrübung!

Ein Do Khyi- Welpe Deutlich sichtbare Linsentrübung!

© http://www.tibimaxe.de

Appellieren Sie mit!
in Anlage zum Dortmunder Appell finden Sie hier die Links zu dem von BBC ausgestrahlten Film Pedigree dogs… Diese Dokumentation – nach deren Ausstrahlung der Britische Kennel Club seine Statuten, wie im Dortmunder Appell beschrieben,  geändert hat – wurde in der Schweiz beim Sender SF1 zweimal in deutscher Übersetzung gezeigt und kann dort sicher als Mitschnitt erworben werden.

Pedigree dogs Part 1

Pedigree dogs Part 2

Pedigree dogs Part 3

Pedigree dogs Part 4

Pedigree dogs Part 5

Pedigree dogs Part 6

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