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Do Khyi Zuchtversprechen!

Wenn es um die Versprechen zur Zucht von allein und ausschließlich nur gesunden Do Khyi geht…. ist es etwas „ruhiger“ geworden im WWW.

Einige auffallende Seiten und Texte sind inzwischen „verschwunden“!

Werden diese nun der Vergessenheit im kollektiven Gedächtnis übergeben?

Andererseits finden wir immer noch – die „Informationen“ welche den sicheren Erwerb von vollkommen und ausschließlich nur dort zu 100% gesund gezüchteten Do Khyi Welpen versprechen wollen!

Oft unterlegt mit kleinen, einsehbaren Statistiken über positive Ergebnisse bei den heute als „Mindeststandard“ erwarteten Gesundheitskontrollen vor einer Zucht!

Aber auch auf anderen Seiten im Netz werden solche Vorsorgeuntersuchungen, scheinbar offen werbend, als Voraussetzung präsentiert. Nun fragt man sich – was ist mit den negativen Erkenntnissen?
Warum werden diese nicht allen Interessierten ebenso offen präsentiert? Würde darunter realistisch vielleicht ein positiv bemühtes Bild der einen oder anderen Zuchtstätte leiden?

Welche Methoden werden hier genutzt, um ein Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens bei den Liebhabern des Do Khyi zu erwecken?
Wie realistisch wird denn tatsächlich bei den so offenen scheinenden „Referenz – Seiten“ zum Do Khyi „aufgeklärt“?

Werden Gesundheitsuntersuchungen nicht bei dieser Gelegenheit auch „zweckentfremdet“ verwendet?

Arunja Yarlung Shan!

Ist es korrekt, wie in Beschreibungen zur Rasse im WWW zu lesen – im Stil einer Art Interview – dass nahezu 90% der gezüchteten Hunde bisher völlig frei von Hüftgelenksdysplasie gewesen wären?

Sind Seiten im WWW zur „Aufklärung über Hunderassen“ wirklich nur noch als eine Art Vermarktungsinstrument zu betrachten? Wo kann denn ein wirklich an der Tibet Dogge Interessierter noch Sinnvolles und Informatives zu „seiner Hunderasse“ erfahren?

Wie weit sind denn solche Zuchtversprechen im WWW tatsächlich realistisch?

Kann man, wenn zum Beispiel cirka 40 % der gezüchteten Nachkommen auf Gesundheit vorsorgend untersucht sind, von annähernd 90% gesunden Nachkommen sprechen? Was ist dann mit den restlichen Tieren?

Werden wirklich nur Statistiken gezeigt, welche selbst gefertigt sind?

Wird den Interessenten damit tatsächlich, ohne jede Aufforderung, das „offizielle“ Gesundheitsgutachten für beide Elternzuchttiere einsehbar vorgelegt?
Überhaupt irgendetwas?

Oder streift man einfach verbal das Thema gesunde Zucht und geht dann zu anderen Themen über?

Wer aber erstellt denn ein Gutachten über ein Hüftgelenk und ist dieses wirklich – wie von kynologischen Spezialisten gefordert – durch zwei voneinander unabhängige, medizinische „Fachleute“ entstanden?
Gibt es also eine wirklich unabhängige Kontrolle, auf welche man sich verlassen kann?

Oder geht das nach dem Schema … „ Wohl dem der eine eigene Auswertungsstelle aufweisen kann“…?
Sind das die Fragen welchen sich ein Liebhaber auch noch widmen muss?

Wie so etwas vor sich geht, durften wir, wenn auch schon so erwartet, in der Zwischenzeit offiziell erfahren!

Für unsere Do Khyi Hündin – Arunja Yarlung Shan – haben wir beim Fertigen der Röntgenaufnahmen zwei qualitativ sehr gute und gleichwertige Röntgen-Aufnahmen ihrer Hüfte anfertigen lassen. Diese beiden wurden eingesandt bei zwei dafür genannten medizinischen Auswertungsstellen unterschiedlicher Zuchtvereine.
Eigens dazu beauftragte Fachleute welche über den Befund für künftige und aktive Zuchthunde und so also auch Zulassungen zur Zucht ihr fachliches Urteil abgeben sollen.

Das Ergebnis kam für uns nicht völlig unerwartet!
Es ist nicht der erste Rassehund, welchen wir bei einem in dieser Sache erfahrenen Tierarzt auf Hüftgelenksdysplasie haben röntgen lassen!

Oder sollte unser langjähriger „Spezialist“ keinerlei Erfahrung in der Beurteilung von Röntgenbildern haben?

Ist unser Eindruck angesichts der Bilder „als medizinische Laien“, welche schon häufiger vor solchen Aufnahmen gestanden haben, wirklich nebensächlich? So etwas oder ähnliches in dieser Richtung wurde vorausgesetzt. Das war unser Eindruck den wir gewonnen haben!

Auf diese Weise erhielten wir eine für uns sehr überraschend positive Auswertung der Hüftgelenke und später eine Zuchtzulassung für unsere Hündin durch den einen Verein, was uns ja eigentlich in Freude versetzen sollte.
Das Ergebnis möchte ich hier veröffentlichen:

HD Auswertung eines Zuchtvereins Arunja Yarlung Shan

HD Auswertung eines Zuchtvereins Arunja Yarlung Shan

Die HD Auswertung bei einem Verein

Hätten wir uns nicht wundern müssen über die medizinische Einschätzung der anderen „offiziellen“ Anlaufstelle, welche etwas völlig anderes auszusagen schien?

Ja was denn nun?
Eine Hüfte von einem identischen Hund (Chipnummer auf dem Röntgenbild) auf zwei gleichermaßen guten Bildern.
Gibt es dabei gleich so deutliche medizinische Anschauungsunterschiede?

Hat der Hund nun eine leichte Dysplasie der Hüftgelenke, was man ja vor einem eventuellen Zuchteinsatz zwecks Auswahl des passenden Zuchtpartners wissen sollte, oder ist er völlig gesund auf der Hüfte?

Können, nein dürfen auswertende Stellen so irren?

Wollte man mir „eine Freude machen“?
Ist das wirklich entsprechend dem Zuchtversprechen eines Vereines hinsichtlich der Vorsorge für gesunde direkte Nachkommen und vor allem Enkel eines Hundes?
Kann man auf diese Weise die Rasse Do Khyi, wie ja eben von dieser Seite im WWW beworben wird, für explizit ausgesuchte Abnehmer endlich wieder gesund werden lassen?

Kann ich mich, wenn ich mit einer solchen Hündin züchten sollte, für den weiter „vernünftigen“ Zuchteinsatz der Nachkommen und Enkel mit dieser Erfahrung bei solchen „Rassespezialisten“ verbürgen?

Kurz, um jeden Zweifel auszuräumen, haben wir einen weiteren medizinischen, sehr offiziellen Spezialisten über neu angefertigte und genau vorgeschriebene, verschiedene Aufnahmen der Hüfte unserer Hündin
– Arunja Yarlung Shan – blicken lassen!
Diese wurden angefertigt bei gleichfalls medizinischen Spezialisten beim Hund, gerade für diese orthopädische Fachrichtung!

Wieder zwei voneinander unabhängige, medizinische Experten für die Beurteilung normaler oder nicht normal ausgebildeter Hüftgelenke!

Das Ergebnis war nun noch deutlicher als erwartet!

Wir hätten, nach den Auswertungen eines im WWW so für die Rassegesundheit der Tibetdogge werbenden Vereines, mit einem Hund welcher Hüftgelenksdysplasie hat züchten sollen!

Das Ergebnis der Untersuchungen um das Bild abzurunden ist hier zu finden:
http://www.tibethunde-ktr.de/download/hd-ergebnisse/2009_febmaer.pdf

Was ist denn dann mit anderen, dort bei der „Positivstelle“ als HD-leicht (C) ausgewerteten Hunden? Muss man nicht annehmen, dass dann solches insgesamt „… als etwas weniger schlimm“… gesehen wird? Würde dann mit Tieren, welche eine schwere HD aufweisen, gezüchtet?
Wer kann sich dafür, dass dieses nicht geschieht, bei solchen nachweislichen Fehlergebnissen verbürgen?

Distanzierung:
Für HD Auswertungen, welche innerhalb der Zeit meiner damaligen Mitgliedschaft entstanden sind, kann ich mich nach dieser Erfahrung leider nicht verwenden!

Gibt es wirklich „sichere“ Gesundheitsatteste beim Do Khyi aufgrund von derlei Zuchtversprechen im Internet?

Ist es realistisch und wirklich nachvollziehbar, wenn Auswertungen vom „Anfertigendem“ selbst eingesehen und ausgewertet werden? Wenn kein zweiter Fachmann, davon völlig unabhängig, je einen Einblick auf die Ergebnisse hat?

Wieso also hat ein Idealist einfach den Idealismus aufgegeben? Ist es möglich, dass das Realismus ist?

Wie glaubhaft sind also präsentierte Statistiken über Gesundheit beim Do Khyi auf Seiten mancher Züchter im Internet?

http://www.do-khyi-news.de/gesund.htm

Wir konnten unsere Hündin – Arunja Yarlung Shan – über zwei Jahre, samt deren Geschwister als völlig „gesund – speziell die Hüfte HD-A“ auf einschlägigen Seiten selbst in Ungarn (!) finden!

Nachtrag 19.05.09: Nachdem die dargestellte Seite im Netz abgeändert wurde, binden wir den von uns gefertigten, gesicherten Screenshot hier ein.

HD Ambi und Schwester b.DK news

HD Ambi und Schwester b.DK news

Wem sollte denn eine solche Darstellung einen Nutzen bringen?
Wurde man dazu gefragt, bevor derartiges veröffentlicht wird? Ein unbedarfter Leser wird das annehmen wollen!

Wie soll das denn auf den an der Rasse Interessierten wirken? Ist diesem im Regelfall die Möglichkeit gegeben, in die „eventuell“ vorliegenden, fachlich versierten Befunde vor Ort Einsicht zu nehmen?

Wundert sich bei solchen Praktiken noch jemand darüber, dass es bei der Rasse Do Khyi wieder und wieder schwer an Hüftgelenkdysplasie erkrankte Nachkommen gibt? Ist eine Auslese auf Gesundheit an einigen Anlaufstellen bei derartigen Zuchtversprechen darüber hinaus überhaupt zu erwarten?

Gibt es eine medizinische Möglichkeit, jung zur Zucht eingesetzte Zuchthunde noch vor dem Ausbrechen einer Erkrankung vorbeugend auf eben diese Erkrankung zu untersuchen? Warum wird derartiges von der Schilddrüse des Do Khyi behauptet?

Sind jährlich wiederholende Vorbeugeuntersuchungen bei den Zuchthunden bis ins Alter überhaupt vorgesehen in einer Zuchtordnung? Können Sie als Interessent eine Zuchtordnung – einsehbar – überhaupt entdecken?

Werden Sie wirklich aufgeklärt durch werbetechnisch genannte und angepriesene Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen?
Wer prüft denn das, was da im WWW geschrieben steht?

Es ist für jeden wichtig, alle Zuchtversprechen immer kritisch zu hinterfragen! Züchterische Erfahrung, welche in verborgene Erbgänge hinein blicken kann… ?? (!)

Wir alle haben bei vielen Produkten gelernt, Werbeaussagen von Firmen durch kritisches Hinterfragen und Einfordern auch durchzusetzen!

Was ist dann mit werbewirksamen Aussagen über Do Khyi Zucht und Welpen im Internet?
Sind aus diesem Grund manche Webseiten und Textausführungen aus dem WWW „verschwunden“?

Erfahrung in der Zucht, die im hohen Prozentsatz, angesichts verdeckter Erbgänge, nur gesunde Do Khyi schafft…..

Wird solches zum Do Khyi versprochen, sollte man den zu lesenden Text im WWW, auf Hundeforen und Internetseiten, auf deren Vermarktung und Marktstrategien hinterfragen!

© http://www.tibimaxe.de

Nachgetragen am 04.05.09  17,51h

Wir möchten nicht zu Unklarheiten beitragen. Deshalb dieser bildliche Nachtrag.

Die Röntgenaufnahme für das Einsenden bei zwei verschiedenen Auswertungsstellen wurde am selben Tag angefertigt!

Also ein Mal Röntgentermin für unser Mädel und zwei verschiedene Vereins-Auswertungsstellen. Einmal beim die Rasse betreuenden Verein beim VDH, einmal bei der verbandsfreien Konkurrenz, welche sich für die Rasse verwenden möchte.

Dieses ist das Formular mit HD-A (HD frei) Bewertung !

HD-Auswertung Datum Anfertigung Aufnahme

HD-Auswertung Datum Anfertigung Aufnahme

Dieses ist das das Formular mit HD-C (leichte HD) Bewertung!

HDAuswertungFormularVDHFertigungsdatum

HDAuswertungFormularVDHFertigungsdatum

Gerne stellen wir auch weitere Formulare zwecks deutlichem Erkennen worum es hier geht zur Verfügung!

Nachtrag… 13.05.09

Warum ich hier erscheine?
Vielleicht ist mir ja vertraglich ein wirklich umwerfendes Mädel, welches ich geholfen habe aufzuziehen „versprochen“ worden? Ob deswegen…..  ??  Nein, diesen Gedanken denken wir nicht zu Ende…

Do Khyi Tibimaxe alias Maxe am 05-Mai-09

Do Khyi Tibimaxe alias Maxe am 05-Mai-09

©  http://www.tibimaxe.de


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Stellen Sie sich vor – in näherer Zukunft dürften auf CACIB – Ausstellungen nur noch Titel und Anwartschaften an teilnehmende Do-Khyi vergeben werden welche auf drei Generationen in ihrer Ahnentafel keine Engzucht  (= Verwandtschaftszucht) aufweisen…(!)

Später würde das auf fünf (!) Generationen erhöht. Solche und ähnliche Vorschläge kommen von verschiedenen Seiten aus der Kynologie, von Genetikern und tiermedizinischen Wissenschaftlern um unseren Hunderassen das *Quo Vadis* ihres Fortbestandes zu ersparen…

Beim Do-Khyi und bei etlichen anderen Hunderassen wären damit die Messehallen der CACIB – Ausstellungen leer!
Wie einige andere exotische Hunderassen hat der Do-Khyi den Zenit der Engzuchtpraktiken, um immer *schönere Tiere* zu erhalten, schon lange überschritten…

Nach einer solchen Forderung wie oben hätte unsere Ambi sozusagen wirkliche Chancen auf einer Ausstellung einen Titel zu erringen (Nein wir haben keine Absichten).

Do Khyi Hündin Ambi, Winter 08/09 4 jährig

Do Khyi Hündin Ambi, Winter 08/09 4 jährig

Führt man die Anpassung des Schauwesens weiter und fordert, dass nur kontrolliert überprüfte, gesunde Rassehunde die höchsten Ausstellungstitel und Anwartschaften für ein Championtitel erringen könnten, dürfte man die Rasse Do-Khyi ab dort in den Ausstellungshallen auf der Welt vergeblich suchen!
Noch ist es nicht so weit. Aber so weit wird es kommen können!

Vor diesem Hintergrund wundern wir uns über das öffentliche Feiern von Ausstellungsergebnissen! Es ist doch schon lange offiziell, dass Titel und Anwartschaften fast nur über Engzuchtpraktiken in der Zucht der jeweiligen Hunderasse erreicht werden können!
Zum Begriff Engzuchtpraktiken kann man auch *enge Verwandtschaftszucht* sagen…

Nein – wir möchten keinem, der seinen Hund gerne in Konkurrenz mit anderen Hunden der jeweiligen Rasse zeigt, den Spaß an dieser – sagen wir einmal *Freizeitbeschäftigung* – verleiten!
Aber hier kommt einem schon der Gedanke: Wäre es nicht ehrlicher einfach Verkaufs-Messen für entsprechende Hersteller mit Hundeaufführungen in Leistung, wie Agility, Dog dancing, Rettungshunde und so weiter, anzubieten?

Ist die Zucht nach den Ergebnissen *der Besten* dieser Schönheitsausstellungen, quasi einer Art Heiratsmarkt für Hunde, eigentlich wirklich nach aller Erfahrung Erfolg für den Hund versprechend?
Oder ist das eher eine Art *Tanz um ein goldenes Kalb*? Der Hund an sich eine Nebensache der Veranstaltung…(?)

Von der ersten Rassehund – Ausstellung in 1859 bis heute haben sich fast alle Rassen unglaublich gewandelt – im Aussehen natürlich!
War es Anfangs noch notwendig dem aufgestellten Standard – zur Standardisierung des Aussehens – nachzueifern, so war das Ziel bereits um 1920 bis 1940 für viele Rassen bereits erreicht. Doch der *Showzirkus*, wie wir es nennen möchten, ging darüber hinaus und weiter…

So kam es zu Übertypisierungen, welche bis heute weiter geführt werden, obwohl wir schon lange wissen, dass Übertypisierungen nicht zu einem *Survival of the fittest* – dem Überleben des Gesündesten führen!
Eher führt das zur erzwungenen Erfüllung eines eventuell vorhandenen *Pflegetriebes* bei manchen der Hundebesitzer.
Vor allem bei den allein auf Schönheitsauslese (liegt in den Augen des Betrachters) gezüchteten Rassen (also keine einprüfbaren Arbeitsleistungen), welche nicht immer nur *Toy-Rassen* sein müssen…
Nun vielleicht völlig normal in einer Gesellschaft in welcher sich manche Menschen für Übertypisierungen (= Schönheitsideale) gleich selbst unter ein chirurgisches Messer legen…(!?)

Ob wir uns das in Zukunft beim Hund gesellschaftlich leisten können? Jedenfalls ist heute schon ein Trend im Tierschutz zu beobachten, dass gerade die Dauer – Pflege von Hunden dann zu einer Sache der Allgemeinheit und öffentlichen Hand werden könnte…

Aus dieser Sicht ist in Zukunft vielleicht auch eine Mitsprache der öffentlichen Hand bei der Hundezucht zu *erwarten* (?)

Nein – wir werten Niemanden und werfen nichts vor!
Gedanken über die Chancen, gesunde Hunde über derzeitige und künftige Schauzucht – Systeme zu erhalten, müssen Sie sich machen!

Kann ein Züchter der langjährige Erfahrung hat wirklich, wie wir immer wieder erklärt bekommen haben, durch Inzucht seine Zuchtlinien austesten und nur mit den gesunden Rassehunden *the fittest for survival* weiter züchten?
Erhält man so, neben dem sicheren Verlust von genetischer Varianz, sicher gesündere Rassehunde?

Auch ein erfahrener – oder sagen wir lang bei der Sache gebliebener Züchter – kann den wirklichen genetischen Zustand seiner Zuchthunde, beim Vorliegen von ca. 100 000 Genen nicht erkennen!
Vom genotypischen Zustand seines Zuchthundes wird er bei den vielen Allelen nichts wissen können. ►Auch wenn anders lautende Anpreisungen gerade beim Do-Khyi versuchen etwas anderes glauben zu lassen!

Welche Bedeutung haben also Ausstellungen für die Zielgruppe, den Welpen – Abnehmer, für welche sie scheinbar veranstaltet werden?

Hat ein Zuchthund wieder und wieder gute Nachkommengruppen im Wettbewerb, offenbart Erfolge für den Züchter in den Paarklassen – Wettbewerben, ist er nach heutigen Showanforderungen letztlich in seinen Nachkommen durch Engzucht vertreten. Das kann auch in der Linie seine Großeltern, Eltern oder deren Geschwister betreffen.
Das geht so weit, dass Sachverständige in der Kynologie den Paarklassen – Wettbewerb am liebsten abschaffen würden, weil solche Wettbewerbe die Engzuchtpraktiken fördern…

Wir haben diese Forderung beim Do-Khyi überprüft und siehe Gewinner dieser Sparte sind mindestens genetische Halbgeschwister…

Nun kann man im WWW auf Foren und anderen Seiten lesen, dass einige ausgezogen sind um daran etwas zu ändern…(?)
Noch immer erfolgt die Auslese von Spezialzuchtrichtern durch die Anforderung erfolgreich,  als Züchter, an diesem System erfolgreich mitgewirkt zu haben oder mitzuwirken. Es stört Niemanden, dass eigene Nachkommen oder Enkel der eigenen Zuchttiere beurteilt werden…
So schnell ändert sich nichts in der Hundewelt wenn es um Ausstellungserfolge geht…

Ob nun die gedachte Veränderung der Rasse – Ausstellungen in reine *Schönheitsausstellungen*, wie vor kurzem in einem Interview einer Hunde – Fachzeitschrift gelesen, etwas an der prekären Situation unseres Do-Khyi und vieler anderer Rassen ändern könnte?
Immerhin dürfte vielleicht der Begriff des Showzirkus für den unbeteiligten Interessenten *etwas ehrlicher* werden…

Bisher konnten auch nicht zur Zucht zugelassene Rassehunde nationale und internationale Titel erwerben. In Zukunft wird also genau dieses System erhalten bleiben (!)
Der Begriff der Rassehundeausstellung wird für Deutschland eben anders definiert…(!)

Begehrlichkeiten mit Titelträgern ohne Zuchteignung zu züchten, weil diese schön sind, werden wie bisher in Deutschland zwar erschwert…
Unmöglich aber wird solches Zuchtverhalten erst wenn alle Zuchtsysteme (Verbände) auf der Welt, im Bezug auf Kontrolle und kontrollierbare Auslese von Zuchttieren auf Vitalität und Gesundheit, nach demselben Schema verfahren!
Ein Ausweichen, zu diesem Zweck der Zucht, ins Ausland bleibt weiterhin möglich…

Fazit: Es wird sich außer einer etwas ehrlicheren Namensgebung des Showzirkus in Deutschland für Hunde und Halter nichts ändern!

Das ist der Grund weshalb wir Sie auch an dieser Stelle zur Teilnahme am Dortmunder Appell aufrufen.

Online Petition Dortmunder Appell

Appellieren Sie mit! – Unsere Hunde sind auf jede Stimme angewiesen!

150 Jahre Engzucht, durch reines Auslesen der Zuchthunde auf Schönheit und subjektive Schönheitsmerkmale mit allen bekannten Nebenwirkungen, sind genug!
Auslese auf Vitalität, gesellschaftsfähige Eigenschaften und Gesundheit *Survival of the fittest* haben unsere Hunde über tausende von Jahren erhalten!  Wir sollten endlich wieder auf bewährte Auslesemerkmale setzen!
Moderne, wissenschaftliche Möglichkeiten werden Züchtern, die mit Herz bei der Sache sind, diesen Weg leichter machen können!

© http://www.tibimaxe.de

Auszug Quelle:  Wachtel, H., Das Buch vom Hund

Am 10.März 1995 hat nun der Europarat in Straßbourg die „Multilaterale Konvention zum Schutz von Heimtieren“ in zwei Entschließungen verabschiedet, um solchen verhängnisvollen Entwicklungen in der Heimtierzucht entgegenzusteuern. Der erste betrifft das Verbot kosmetischer chirurgischer Operationen bei Heimtieren wie Kupieren von Ruten und Ohren und deren Streichung in Rassestandards.

In der zweiten Entschließung geht es um das Wohlbefinden der Heimtiere: Rassestandards, die zu seiner Beeinträchtigung führen können, sollen überarbeitet werden.

Bei der Zucht sollen, außer ästhetischen Kriterien, Verhaltensmerkmale und Fähigkeiten berücksichtigt werden. Durch Aufklärung von Züchtern und Richtern wären künftig Standards so zu interpretieren, dass der Entwicklung extremer Merkmale, die das Wohlbefinden der Tiere beeinträchtigen können, entgegengewirkt wird.
Ferner soll die Öffentlichkeit über Probleme aufgeklärt werden, die mit psychischen und physischen Merkmalen zusammenhängen. Wenn das nicht ausreicht, wäre ein Verbot der Zucht bestimmter Rassen und das Auslaufen des Verkaufs und der Ausstellung von Tieren mit schädlichen Defekten zu erwägen.

Der Anhang gibt Richtlinien über eine Revision der Zuchtpraktiken und empfiehlt unter anderem:

  • Höchst und Mindestgewichte für sehr große und sehr kleine Hunde, um Skelettprobleme zu vermeiden.
  • Maximalwerte für das Längen-Höhen-Verhältnis kurzläufiger Hunde gegen Wirbelsäulenschäden (betrifft   u.a. den Dachshund)
  • Minima für die Schädellänge zur Vermeidung von Atmungsproblemen und
  • Geburtshindernissen, wie man sie bei kurzköpfigen (brachyzephalen) Rassen
  • Findet, wie Mops, Bulldogge und Pekingese.
  • Vermeidung von Zucht mit Tieren mit Fontanellen, abnormen Stellungen von
  • Zähnen und Gliedmaßen, abnormen Größen und Formen von Augen und Lidern,
  • zu langen Ohren und starker Faltenbildung.(Offene Fontanellen findet man vor
  • allem bei Chihuahuas, besonders lange Ohren z.B. bei Spaniels, starke Falten beim
  • Shar Pei, Liddefekte bei zahlreichen Rassen)
  • Vermeidung schwerer Defekte, keine Zucht von Tieren mit seniletalen (die Sterblichkeit erhöhenden) Genfaktoren (z.B. Entlebucher Sennenhund), resessiven Defektgenen (zum Beispiel Hunde mit Merlefaktor, besonders Paarung Merle x Merle)

Zu den zu vermeidenden Defekten wird auch zu steile Winkelung gezählt, so bei den Spitzrassen Chow-Chow, Buhund, Schwedischen Lapphunden und Finnenspitz (Auch der Do Khyi würde fallweise dazu zählen). Dazu rechnen müsste man auch zu starke Überwinkelung wie beim modernen Deutschen (Schau-) Schäferhund.

Legende:

Dr. Fleig, D., Quo Vadis Canis, 2000 Kynos Verlag
Wachtel, H., Hundezucht 2000, 1998 Gollwitzer Verlag
Hunde Welt, Ausgabe 09/2009, TÜV fuer Hundezucht gefordert
Dr. Räber, H., Vom Wolf zum Rassehund, 1999 Kynos Verlag
Dr. Wegner, W., Kleine Kynologie, 1995 Terra Verlag 4. Auflage
Trumler, E., Hunde ernst genommen und weitere…

BBC-Reportage: „Pedigree dogs Exposed“

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